Disziplin im Training?

Heute ein paar Worte zu „Disziplin“:

„Nil, du beweist so viel Selbstdisziplin, dass du jeden Tag Sport machst!“ Nachdem ich diesen Satz gehört habe, musste ich dazu etwas schreiben.
Wer mal die Wortherkunft oder Definitionen von Disziplin recherchiert, kann unter anderem folgendes lesen: „die Einhaltung von Regeln“, „Zucht“, „straffe Ordnung“,..
Alles andere ist bei mir der Fall. Ich muss mich nicht motivieren oder Disziplin beweisen um mich täglich zu bewegen. Bewegung ist ein wesentlicher Teil meines Lebens, es ist mehr als nur ein Hobby oder eine Freizeitbeschäftigung. Mich zu bewegen erfüllt mich mit Glück, Spaß und Zufriedenheit! Ich kann dadurch Sachen machen wie in dem video zu sehen! Bewegung kennt keine Grenzen, es gibt immer neues zu lernen (wenn man will) und man lernt auch viel über den eigenen Körper. Dein Körper belohnt dich sogar mit Glückshormonen wenn du dich bewegt oder angestrengt hast – er gibt dir gleich ein Feedback: mach mehr davon! Du fühlst dich energetisiert und fast euphorisch, wenn du zum Beispiel eine neue Bewegung lernst.
In meinen Trainings will ich Spaß genauso vermitteln wie Körpergefühl, Bewegunhsschulung usw. – denn wenn eine Sache Spaß macht, will man sie öfter machen.

Das ganze lässt sich beispielsweise auch auf die Ernährung übertragen (ohne hier jetzt zu tief ins Detail zu gehen): natürliche Lebensmittel einfach zubereitet (nach individuellen Geschmack) oder roh (Früchte etc.) schmecken einfach gut und auch hier belohnt dich dein Körper – zum Beispiel mit viel Energie und einem gesunden und Leistungsfähigen Körper.

Wenn ich für etwas viel Disziplin aufwenden muss, werde ich es nicht langfristig machen. Entweder ich suche mir einen Weg Spaß oder Erfüllung in der Tätigkeit/ etc zu finden, oder ich lasse es bleiben. Ständig Disziplin aufbringen zu müssen, frisst Energie, die ich anderswo verwenden will.

In diesem Sinne: versuche Spaß in deiner Bewegung zu finden oder such dir was anderes- es gibt genügend Wege dich zu bewegen!

Nil

Play

„Für was ist diese Übung?“, „Warum machst du diese Sachen?“, „WAS trainierst du damit?“ – schonmal gehört?

Ich schon – dauernd. Zurecht!
Denn es gibt so viele verschiedene Trainingskonzepte und Methoden und Pläne und Übungsvarianten etc. die spezifische Ziele oder Resultate erfüllen sollen.
Das macht auch meistens Sinn: spezielle Übungen um körperliche Fehlhaltungen auszugleichen, spezifische Bewegungen um einzelne Muskelgruppen isoliert zum Superwachstum zu verhelfen, Übungsvorstufen zu einem schwierigem Turnelement, Atemtechniken zur Entspannung, und so weiter – die Liste ist endlos!
Das Hauptaugenmerk liegt meist auf dem „WAS“. WAS bringt mir diese Übung? WAS trainiere ich damit. (Übrigens auch bei der Ernährung: WAS muss ich essen um Vitamin X45 in groben Mengen zu mir führen zu können – EGAL wies schmeckt..)
Und für viele Personen mag es wichtig sein, genau eine Übung zu trainieren, die zum Beispiel einen Hohlkreuz entgegenwirkt (oder genau dieses Megafood zu essen, weil ein Mangel vorliegt) – verständlich!
Doch wohin führt es, wenn wir uns nur noch Bewegen um Ziel XY zu erfüllen (oder Superfood Z essen, nur um Vit X45 und so weiter..)?

Versuche doch mal das ganze von der anderen Seite zu sehen:
Kinder bewegen sich sicher nicht um ihr Herz-Kreislauf System in Schuss zu halten oder klettern am Klettergerüst um ihre Koordination zu schulen. Meist ist Spaß ein großer Faktor – MIT dem Nebeneffekt der Koordinationsschulung und der Stärkung des HK Systems.
Jede Bewegung bringt Vorteile mit sich. Wenn du dich vielseitig bewegst, bekommst du auch vielseitigen Nutzen.
Mit einem sehr guten Freund habe ich letztens romgesponnen und wir sind auf folgende Phrase gekommen: sich der Bewegung wegen bewegen – mit all ihren Vorteilen. Mach es dir nicht komplizierter als es ist!

Das soll wirklich kein „rant“ gegen Zielgerichtete Übungen etc. sein – in speziellen Fällen ist es auf jeden Fall nötig nach dem WARUM zu fragen.
Aber versuche doch mal öfter einfach zu „spielen“. Einfach mal Bewegen ohne groß nachzudenken und ohne große Struktur – play!